Anwalt im Sexualstrafrecht

Im Bereich der Strafverteidigung stellt das Sexualstrafrecht einen besonders sensiblen Bereich dar – Hohe Strafandrohungen, öffentliche Gerichtsverhandlungen und psychische Belastungen sorgen für eine besonders hohe Drucksituation. Insbesondere in Strafverfahren, die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung betreffen, fühlt sich der Beschuldigte gegenüber dem Staatsapparat und den Medien ausgeliefert – es droht eine mediale Vorverurteilung.

In dieser Situation ist es daher umso wichtiger, frühzeitig einen spezialisieren Anwalt für Strafrecht bzw. einen Strafverteidiger zu konsultieren.

Meine Kanzlei ist ausschließlich auf dem Gebiet der Strafverteidigung und insbesondere auf dem Gebiet des Sexualstrafrechts tätig. Ich stehe Ihnen bundesweit im gesamten Verfahren zur Seite, und setze mich konsequent für die Wahrung Ihrer Rechte ein. Typische Fälle sind z.B.:

  Sie haben von der Polizei eine Vorladung als Beschuldigter erhalten?
  Ihnen wurde eine Anklage oder ein Strafbefehl zugestellt?
  Es hat eine Hausdurchsuchung stattgefunden?
  Ein Angehöriger wurde verhaftet? (U-Haft)
  Sie wollen Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen?

Rechtsanwalt Kujus Mitglied Arbeitsgemeinschaft Strafrecht des Anwaltverein
Rechtsanwalt Kujus Mitglied im Anwaltverein Leipzig
Forum Junge Anwaltschaft
Anwalt Sexualstrafrecht Leipzig

Strafen

Die Delikte des Sexualstrafrechts sehen einen weiten Strafrahmen vor.

Dieser reicht von Geldstrafe bis hin zu mehrjährigen Freiheitsstrafen. Die Strafandrohung ist von dem verwirklichten Delikte und den „Umständen des Einzelfalls“ sowie den verursachten Verletzungen und einer ggf. erfolgten Entschuldigung und Schadenswiedergutmachung abhängig.

Altersgrenzen im Sexualstrafrecht

Im deutschen Sexualstrafrecht existieren keine einheitlichen Altersgrenzen, bei denen sexuelle Handlungen entweder strafbar oder straflos sind. Das Strafgesetzbuch sieht eine Vielzahl von Konstellationen vor.

1. Sexuelle Handlungen zwischen einer Person, die über 14 Jahre alt ist, und einer Person unter 14 Jahren ist stets verboten. Es kommt dabei auch nicht darauf an, ob die Handlungen einvernehmlich waren.

2. Sexuelle Handlungen zwischen einer Person über 18 Jahre und einer Person unter 18 Jahre ist dann strafbar, wenn die die Handlungen gegen Entgelt erfolgen. Unter einem „Entgelt“ ist dabei nicht nur das Bezahlen von Sex mit Geld gemeint – hierunter fallen jede Vermögensvorteile, also unter umständen auch die Einladung ins Kino oder zum Essen.

3. Sexuelle Handlungen an einer Person unter 18 Jahren ist generell dann strafbar, wenn eine Zwangslage ausgenutzt wird. Auf das Alter des Handelnden kommt es dabei nicht an. Es ist also auch möglich, dass der Handelnde jünger als sein Opfer ist.

4. Sexuelle Handlungen einer Person über 21 Jahren an einer Person unter 16 Jahren sind dann strafbar, wenn die fehlende Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung ausgenutzt wird. Wann die Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung fehlt, kann nur im jeweiligen Einzelfall bestimmt werden, und bereitet in der Praxis häufig Schwierigkeiten – Eine Person mit häufig wechselnden Sexualpartner kann entweder als besonders reif oder als besonders unreif eingestuft werden.

Delikte

 Im Sexualstrafrecht erfolgt die Strafverterteidigung gegen folgende Delikte:

  Sexuelle Nötigung
  Vergewaltigung
  Sexuelle Nötigung mit Todesfolge
  Vergewaltigung mit Todesfolge
  Verbreitung pornografischer Schriften
  Verbreitung gewalt- oder tierpornografischer Schriften
  Besitz und Verbreitung kinderpornografischer Schriften
  Besitz und Verbreitung jugendpornografischer Schritten
  Verbreitung pornografischer Darbietungen durch Rundfunk, Medien- oder Teledienste
  Sexueller Missbrauch von Kindern
  Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern
  Sexueller Missbrauch von Kindern mit Todesfolge
  Förderung sexueller Handlung Minderjähriger
  Sexueller Missbrauch von Jugendlichen
  Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen
  Sexueller Missbrauch von Gefangenen, Verwahrten, Kranken, Hilfsbedürften in Einrichtungen
  Sexueller Missbrauch und Ausnutzung einer Amtsstellung
  Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses
  Sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen
  Exhibitionistische Handlung
  Erregung öffentlichen Ärgernisses
  Beleidigung mit sexuellem Hintergrund
  Ausübung der verbotenen Prostitution
  Ausbeutung von Prostituierten
  Jugendgefährdende Prostitution
  Zuhälterei