Pflichtverteidiger Leipzig

Pflichtverteidigung

Bundesweite Tätigkeit als Pflichtverteidiger

Pflichtverteidigung

Die Rechtsanwaltskanzlei Kujus ist eine ausschließlich auf das Strafrecht spezialisierte Kanzlei im Herzen von Leipzig. Selbstverständlich sind wir auch als Pflichtverteidiger tätig.

Wir beraten und verteidigen Sie engagiert im gesamten Strafverfahren – Ob im Ermittlungsverfahren, im Hauptverfahren vor Gericht oder im Rechtsmittelverfahren: Die Strafverteidigung erfolgt zuverlässig, diskret und vertraulich, und stets mit dem Fokus, das beste Ergebnis für unsere Mandanten zu erreichen.

Die hohe Spezialisierung und die stetige Fortbildung gewährleistet dabei die kompetente Verteidigung und die Sicherung der Rechte des Beschuldigten.

Kontaktieren Sie uns!

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Gern stehen wir Ihnen als Pflichtverteidiger im gesamten Verfahren zur Seite. Rufen Sie uns an, hinterlassen Sie eine Nachricht oder buchen Sie direkt online einen Besprechungstermin.

 

   Uferstraße 19, 04105 Leipzig

    0341 – 5815 2343

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Wie können wir Ihnen helfen?

Rechtsanwalt Kujus Mitglied Arbeitsgemeinschaft Strafrecht des Anwaltverein
Rechtsanwalt Kujus Mitglied im Anwaltverein Leipzig
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Pflichtverteidigung – Voraussetzungen. Kosten. Antrag

Die Pflichtverteidigung wird im Juristendeutsch als „notwendige Verteidigung“ bezeichnet und ist in §§ 140 ff. StPO geregelt.

Als Pflichtverteidiger bezeichnet man einen Anwalt, der vom Gericht einem Angeklagten beigeordnet wird. Damit das Gericht dem Angeklagten nicht einen Anwalt aufzwingt, von dem er nicht verteidigt werden möchte, sollte der Betroffene sich stets so früh wie möglich selbst um einen Rechtsanwalt kümmern.

Pflichtverteidigung Voraussetzung

| Wann wird ein Pflichtverteidiger beigeordnet?

Die Pflichtverteidigung ist ein Mittel des deutschen Strafverfahrens, um sicher zu stellen, dass dem Angeklagte bei besonders hohen Strafandrohungen oder bei schwierigen Verfahren ein Verteidiger zur Seite steht. Der Angeklagte soll also in umfangreichen Verfahren stets ein Recht auf einen Anwalt haben. Aus diesem Grund wird in der Strafprozessordnung der Pflichtverteidiger auch als „notwendiger Verteidiger“ bezeichnet.

„Notwendige Verteidigung“

Die Regelfälle der „notwendigen“ Verteidigung sind in § 140 StPO geregelt.

Die wichtigsten Fälle, in denen zwingend ein Pflichtverteidiger beizuordnen ist, sind, wenn

das Verfahren vor dem Landgericht stattfindet

dem Beschuldigten ein Verbrechen zur Last gelegt wird (z.B. Raub, räuberische Erpressung, Vergewaltigung…)

gegen den Beschuldigten Untersuchungshaft vollstreckt wird

sich der Beschuldigte mindestens drei Monate in einer Anstalt befindet.

dem Nebenkläger ein Rechtsanwalt beigeordnet worden ist

Beiordnung bei schwieriger Sach- und Rechtslage

Eine Beiordnung ist außerdem möglich, wenn die Sach- und Rechtslage schwierig ist oder sich der Beschuldigte nicht selbst verteidigen kann.

Dies ist insbesondere bei umfangreichen Verfahren, in denen Gutachten oder vielfache (sich ggf. widersprechende) Zeugenaussagen ausgewertet werden müssen, der Fall. In der Rechtsprechung ist überdies anerkannt, dass die Verteidigung notwendig ist, wenn eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr oder der Bewährungswiderruf in einem anderen Verfahren in Betracht kommt

Eine Beiordnung als Pflichtverteidiger kommt ebenso in Betracht, wenn der Beschuldigte nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügt oder sprach- bzw. hörbehindert ist.

| Antrag auf Beiordnung

Wird die Anklage übersandt, wird Ihnen das Gericht aufgeben, innerhalb einer bestimmten Frist, einen Verteidiger Ihrer Wahl zu benennen. Diese Frist sollte unbedingt eingehalten werden. Nennen Sie gegenüber dem Gericht innerhalb der genannten Frist keinen Verteidiger, wird Ihnen das Gericht „irgendeinen“ Anwalt beiordnen.

Da Ihnen daran gelegen sein sollte, von einem Anwalt Ihrer Wahl verteidigt zu werden, sollten Sie sich umgehend nach Zustellung der Anklageschrift um einen Verteidiger bemühen.

Sofern das Gericht selbst nicht die Beiordnung eines Verteidigers anregt, sollte dennoch stets geprüft werden, ob nicht doch die Voraussetzungen vorliegen. Die Beiordnung kann dann selbst noch beantragt werden.

| Pflichtverteidiger: Kosten

Ein großer Anteil der Bevölkerung geht davon aus, dass es sich bei einem Pflichtverteidiger um eine „kostenlose Verteidigung“ bzw. einen „Anwalt auf Staatskosten“ handelt. Dem ist nicht so.

Zwar werden die Kosten des Pflichtverteidigers zunächst von der Landeskasse getragen. Das heißt, dass der Anwalt seine Gebühren gegenüber der Staatskasse abrechnet, und gegen den Mandaten selbst keine Kostennote stellt. Allerdings werden im Falle einer Verurteilung auch die Kosten der Pflichtverteidigung dem Verurteilten auferlegt. Die Landesjustizkasse wird daher versuchen, diese Kosten beim Verurteilten wieder zu holen.

Da die Beiordnung als Pflichtverteidiger nicht von den Vermögensverhältnissen des Mandanten abhängig ist, kann es in umfangreichen und rechtlich schwierigen Verfahren notwendig sein, eine Vergütungsvereinbarung mit dem Mandanten zu schließen.

Pflichtverteidiger in Leipzig

Die Kanzlei befindet sich im Zentrum von Leipzig in der Uferstraße 19, 04105 Leipzig – in direkter Nähe zum Zoo Leipzig sowie zum Leipziger Hauptbahnhof und den Höfen am Brühl.

Mit dem Pkw
Die Kanzlei ist über die B2, B6 und B87 sowie über den Goerdelerring und die Pfaffendorfer Straße zu erreichen.

Mit dem ÖPNV
Mit dem Öffentlichen Nahverkehr ist die Kanzlei über die Haltestelle „Goerdelerring“ mit den Straßenbahnen der Linien 1, 3, 4, 7, 9, 12, 14 und 15 zu erreichen.