Rechtsanwalt Kujus
Anwalt für Jugendstrafrecht und Strafverteidiger in Leipzig

Wird ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet, bricht für den Betroffenen oft eine Welt zusammen. Viele Fragen und Sorgen beschäftigen ihn. Nicht zuletzt droht auch die Verhängung erheblicher Strafen. In dieser Situation ist es daher wichtig, frühzeitig einen Anwalt zu konsultieren, der auf das Strafrecht spezialisiert ist.

Meine Kanzlei ist ausschließlich auf dem Gebiet der Strafverteidigung tätig. Ich stehe Ihnen bundesweit – und dabei insbesondere in Leipzig – im gesamten Verfahren zur Seite, und setze mich konsequent für die Wahrung Ihrer Rechte ein. Typische Fälle sind z.B.:

  Sie haben von der Polizei eine Vorladung als Beschuldigter erhalten?

  Ihnen wurde eine Anklage oder ein Strafbefehl zugestellt?

  Es hat eine Hausdurchsuchung stattgefunden?

  Ein Angehöriger wurde verhaftet? (U-Haft)

  Sie wurden verurteilt, und wollen Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen?

Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine e-Mail. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und helfen Ihnen in dieser schwierigen Situation gern weiter!

Rechtsanwalt Kujus

Rechtsanwalt Kujus
Anwalt für Strafrecht und Strafverteidiger

Mitgliedschaften, u.a.
Leipziger Strafverteidiger e.V.
Strafverteidigervereinigung Sachsen/ Sachsen-Anhalt
Arbeitsgemeinschaft Strafrecht des DAV

Kontakt
Uferstraße 19, 04105 Leipzig

Tel.: 0341 – 5815 2343
Mail: info@rechtsanwalt-kujus.de

Rechtsanwalt Kujus Mitglied Arbeitsgemeinschaft Strafrecht des Anwaltverein
Rechtsanwalt Kujus Mitglied im Anwaltverein Leipzig
Forum Junge Anwaltschaft

Wozu einen Anwalt für Jugendstrafrecht beauftragen?

Im Strafverfahren steht dem Beschuldigten der gesamte Machtapparat des Staates gegenüber. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln gegen den Beschuldigten., um eine Straftat nachzuweisen. Schlimmstenfalls droht eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Im Strafverfahren ist es daher von absoluter Notwendigkeit, die Rechte des Beschuldigten zu wahren.

Auch im Jugendstrafrecht drohen mitunter lange Freiheitsstrafen. Eine frühe Verurteilung kann eine Stigmatisierung für lange Zeit und eine spürbare Beeinträchtigung im weiteren Leben bedeuten.

Die Kanzlei von Rechtsanwalt Kujus ist nahezu ausschließlich im Strafrecht tätig. Damit ist die effektive und kompetente Verteidigung im Strafverfahren gewährleistet. Es ist das Anliegen, jedes Mandat und jeden Prozess unter Ausschöpfung sämtlicher rechtlicher Möglichkeiten zu führen. Dies schließt insbesondere das wissenschaftlich korrekte Arbeiten sowie die Ergreifung der zur Verfügung stehenden prozessualen Mittel ein.

Die Verteidigung erfolgt gegen alle Delikte im Ermittlungsverfahren sowie im Hauptverfahren vor allen deutschen Gerichten – bis hin zum Bundesgerichtshof.

Mandatsbearbeitung Vertrauen Kompetenz

Welche Altersgrenzen gelten im Jugendstrafrecht?

Das Jugendstrafrecht kann nur bei Personen zur Anwendung kommen, die zwischen 14 und 21 Jahren alt sind. Grundsätzlich gelten folgende Altersgrenzen.

Eine Person unter 14 Jahren ist strafrechtlich nicht verantwortlich (§ 19 StGB). Eine strafrechtliche Sanktionierung ist demgemäß ausgeschlossen. Bei Personen unter 14 Jahren droht daher überhaupt kein Strafverfahren.

Ist der Beschuldigte zwischen 14 und 18 Jahren alt, findet das Jugendstrafrecht immer Anwendung. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn der Jugendliche nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung noch nicht reif genug ist, das Unrecht seiner Tat einzusehen (§ 3 JGG).

Im Alter zwischen 18 und 21 Jahren bezeichnet man den Beschuldigten als Heranwachsenden. Diese geltend grundsätzlich als strafrechtlich voll verantwortlich. Ob hinsichtlich der zu verhängenden Rechtsfolgen allerdings das Jugendstrafrecht oder das allgemeine Strafrecht zur Anwendung kommt, ist im jeweiligen Einzelfall zu prüfen.

Eine Ahndung nach Jugendstrafrecht kommt insbesondere dann in Betracht, wenn „die Gesamtwürdigung der Persönlichkeit des Täters bei Berücksichtigung auch der Umweltbedingungen ergibt, dass er zur Zeit der Tat nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung einem Jugendlichen gleichstand, oder es sich nach der Art, den Umständen oder den Beweggründen der Tat um eine Jugendverfehlung handelt.“ (§ 105 JGG).

Auf Beschuldigte, die zum Zeitpunkt der Tat bereits älter als 21 Jahre alt waren, findet das Jugendstrafrecht keine Anwendung. In diesen Fällen wird immer das Erwachsenenstrafrecht angewendet.

Zuständigkeiten

Auch im Jugendstrafrecht gelten – wie auch im Erwachsenenstrafrecht – verschiedene Zuständigkeiten.

Nach § 39 JGG ist der Jugendrichter zuständig für Verfahren von Jugendlichen verantwortlich, bei denen lediglich Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmittel zu erwarten sind. Allerdings ist der Jugendrichter auch berechtigt, Jugendstrafen bis zu 1 Jahr zu verhängen.

Dem Jugendschöffengericht kommt dem gegenüber für alle anderen Verfahren eine „All-Zuständigkeit“ zu (§ 40 JGG). Das Jugendschöffengericht kann daher sämtliche höheren Strafen, insbesondere auch mehrjährige Jugendstrafen verhängen.

Die Jugendkammer beim Landgericht ist für besonders umfangreiche Verfahren oder besonders schwere Delikte, insbesondere Tötungsdelikte, zuständig, § 41 JGG.

Jugendrichter Jugendschöffengericht Jugendkammer

Strafen im Jugendstrafrecht

Im Vergleich zum allgemeinen Strafrecht weist das Jugendstrafrecht einige gewichtige Besonderheiten auf.

Insbesondere seine Ausprägung als Erziehungsstrafrecht, in dem nicht das Strafen sondern die Verhinderung von neuen Straftaten durch den Jugendlichen/ Heranwachsenden im Vordergrund, unterscheidet es deutlich vom Erwachsenenstrafrecht.

Die Rechtsfolgen im Jugendstrafrecht unterscheiden sich daher deutlich von den Strafen des allgemeinen Strafrechts.

Erziehungsmaßregeln

Die „leichteste“ Form der Verurteilung im Jugendstrafrecht bilden die Erziehungsmaßregeln, die in §§ 9 – 12 JGG geregelt sind.

Als Erziehungsmaßrgel kommen dabei die Erteilung von Weisungen sowie die Anordnung, Hilfe zur Erziehung im Sinne des § 12 JGG in Anspruch zu nehmen.

Weisungen sind – nach der Legaldefinition des § 10 JGG – Gebote und Verbote, welche die Lebensführung des Jugendlichen regeln und dadurch seine Erzeihung fördern und sicher sollen Insbesondere können dem Jugendlichen/ Heranwachsenden auferlegt werden:

– Weisungen zu befolgen, die sich auf den Aufenthaltsort beziehen,
– bei einer Familie oder in einem Heim zu wohnen,
– eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle anzunehmen,
Arbeitsleistungen zu erbringen,
– sich der Betreuung und Aufsicht einer bestimmten Person (Betreuungshelfer) zu unterstellen,
– an einem sozialen Trainigngskurs teilzunehmen,
– sich zu bemühen, einen Ausgleich mit dem Verletzten zu erreichen (Täter-Opfer-Ausgleich),
– den Verkehr mit bestimmten Personen oder den Besuch von Gast- oder Vergnügungsstätten zu unterlassen oder
– an einem Verkehrsunterricht teilzunehmen

Zuchtmittel

Der Richter ahndet die Straftat mit Zuchtmitteln, wenn eine Jugendstrafe (noch) nicht geboten ist, dem Jugendlichen aber eindringlich zum Bewusstsein gebracht werden muss, dass er für das von ihm begangene Unrecht zustehen hat. Zuchtmittel sind dabei die Verwarnung, die Erteilung von Auflagen und der Jugendarrest. Die Zuchtmittel sind in §§ 13 – 16 JGG.

Durch die Verwarnung soll dem Jugendlichen das Unrecht der Tat eindringlich vorgehalten werden (§ 14 JGG).

Auflagen: Nach § 15 JGG kann der Richter dem Jugendlichen auferlegen,

– nach Kräften den durch die Tat verursachten Schaden wiedergutzumachen,
– sich persönlich bei dem Verletzten zu entschuldigen,
– Arbeitsleistungen zu erbringen,
– einen Geldbetrag zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung zu zahlen.

Der Jugendarrest ist Freizeitarrest, Kurzarrest oder Dauerrest. Der Freizeitarrest wird für die wöchentliche Freizeit des Jugendlichen verhängt und auf eine oder zwei Freizeiten bemessen. Der Dauerarrest beträgt mindestens eine Woche und höchstens vier Wochen. Er wird nach vollen Tagen oder Wochen bemessen (§ 16 JGG).

Jugendstrafe

Die Jugendstrafe ist die härteste Form der Eingriffsmöglichkeiten auf den straffälligen Jugendlichen und ist ein Freiheitsentzug in einer speziell hierfür vorgesehenen Einrichtung.

Der Richter verhängt die Jugendstrafe, wenn wegen der schädlichen Neigungen des Jugendlichen Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmittel zur Erziehung nicht mehr ausreichen oder wenn wgen der Schwere der Schuld die Verhängung der Jugendstrafe erforderlich ist (§ 17 JGG).

Das Mindestmaß der Jugendstrafe beträgt sechs Monate – das Höchstmaß fünf Jahre. Handelt es sich bei der Tat um ein Verbrechen, für das nach dem allgemeinen Strafrecht eine Höchststrafe von mehr als zehn Jahren Freiheitsstrafe angedroht ist, so ist das Höchstmaß zehn Jahre. Für Mord wurde die Höchststrafe im Jugendstrafrecht auf 15 Jahren erhöht.

Die Jugendstrafe ist so zu bemessen, dass die erforderliche erzieherische Einwirkung möglich ist. Die Strafrahmen des allgemeinen Strafrechts gelten nicht.

Anwalt JGG Jugendstrafrecht

Strafverteidiger im Jugendstrafrecht in Leipzig

Die Kanzlei befindet sich im Zentrum von Leipzig in der Uferstraße 19, 04105 Leipzig – in direkter Nähe zum Zoo Leipzig sowie zum Leipziger Hauptbahnhof und den Höfen am Brühl.

Mit dem Pkw
Die Kanzlei ist über die B2, B6 über die B87 sowie über den Goerdelerring und die Pfaffendorfer Straße zu erreichen.

Mit dem ÖPNV
Mit dem Öffentlichen Nahverkehr ist die Kanzlei über die Haltestelle „Goerdelerring“ mit den Straßenbahnen der Linien 1, 3, 4, 7, 9, 12, 14 und 15 zu erreichen.

Leipzig

Mit mehr als 575.000 Einwohnern ist Leipzig die größte Stadt des Freistaats Sachsen und die elftgrößte Stadt Deutschlands. Schon im Jahr 1165 wurde Leipzig das Stadtrecht verliehen. Leipzig war Mittelpunkt zahlreicher historischer Ereignisse. Im Jahre 1813 fand die Völkerschlacht im Zuge der sogenannten Befreiungskriege statt. Die verbündeten Heere der Österreicher, Preußen, Russen und Schweden brachten in dieser Schlacht Napoleons Truppen und deren Verbündeten, darunter das Königreich Sachsen, die entscheidende Niederlage bei.

Leipzig ist auch über die Grenzen Deutschlands bekannt als Messe-, Medien- und Universitätsstadt. Nicht zuletzt ist Leipzig aufgrund seiner lebhaften Musik-, Kabarett-, Theater- und Kunstszene berühmt. Die Stadt ist zentral gelegen und verfügt über eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsknotenpunkt der Region Mitteldeutschlands und Sachsens.

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