BGH stoppt die Gewerbeauskunftszentrale („GWE“)

Seit mehreren Jahren verschickt die „Gewerbeauskunftszentrale“ an Gewerbetreibende, Selbstständige und Freiberufler sogenannte „Angebotsformulare für eine Eintragung in die Gewerbedatenbank“. Die Formulare waren dabei stets so gestaltet, dass der Preis für diese Eintragung  überhaupt nicht bzw. nur versteckt im „Kleingedruckten“ zu finden war. Angelockt von diesem augenscheinlich kostenlosen Angebot schickten viele Unternehmen diese Formulare unterschrieben an die GWE zurück, und erhielten prompt Rechnungen über mehrere hundert Euro.

Gegen dieses Vorgehen klagte der „Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität“ vor dem Landgericht und Oberlandesgericht Düsseldorf“ und bekam Recht – Das Verhalten der GWE ist wettbewerbswidrig,

Auch die Nichtzulassungsbeschwerde der GWE wurde nun vom Bundesgerichtshof (BGH) abgelehnt.

Es ist aber zu erwarten, dass sich die GWE auch von diesem Urteil nicht abschrecken lässt. Sollten Sie daher Rechnungen oder Mahnungen von der GWE erhalten, sollte dringend einen Anwalt zu Rate ziehen.