Untersuchungshaft U-Haft Anwalt

Bewährungsstrafe nach gewerbsmäßigen Betrug

Das war knapp.

Mein Mandant hatte die Angewohnheit, hochwertige Elektronik auf Ebay und Ebay-Kleinanzeigen anzubieten. Blöd nur, dass er natürlich nicht vor hatte, jemals irgendetwas zu verschicken. Hintergrund war eine Mischung aus Konsumschulden und eine „Das-ist-ja-einfach!“-Mentalität.

So hat er sich über den Zeitraum von ca. einem halben Jahr einen recht ansehnlichen Nebenverdienst geschaffen. Nicht bedacht hatte er, dass die geprellten Käufer Strafanzeige erstatten, und die ganze Sache irgendwann auffliegen würde.

Die Staatsanwaltschaft erhob schließlich Anklage vor dem Schöffengericht. Der Tatvorwurf lautete auf 32 Taten gewerbsmäßigen Betrugs. Bei einer angedrohten Mindestfreiheitsstrafe von sechs Monaten für jede einzelne Tat stand einiges auf dem Spiel – insbesondere, da er bereits in der Vergangenheit wegen kleinerer Betrugssachen verurteilt worden war.

In der Verhandlung zeigte sich das Gericht (und erstaunlicherweise auch die Staatsanwaltschaft) äußert kooperativ und aufgeschlossen für die Hintergründe der Tat sowie den inzwischen eingetretenen Sinnes- und Lebenswandel.

Mit einigem Augen-Zudrücken konnte schließlich noch eine Bewährungsstrafe von 1,5 Jahren ausgesprochen werden. Da hat er noch einmal Glück gehabt!

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